Mittwoch, 6. Mai 2009
Heute habe ich fast alles falsch gemacht, was falsch zu machen ging. An solchen Tagen findet Christian viel Angriffsfläche für Bestrafungen. Ich bin dann auch sehr unzufrieden mit mir. Aber mein Herr erkennt, wenn ich mal wieder einen solchen Tag habe. Allerdings heißt das nicht, dass er deswegen über Fehler hinweg sieht- im Gegenteil: die Konsequenzen muss ich für jeden einzelnen Fehltritt trotzdem tragen. Aber an solchen Tagen sucht mein Herr nicht extra nach Fehlern.
Ich habe dann nur immer Angst, dass ich ihn reize. Dass er nicht zufrieden ist. Ich werde noch schnell den Einkaufszettel abarbeiten, Abendbrot machen und mich dann ins Bett verziehen. Ich glaube, dass ist das Beste, bevor ich noch mehr Mist baue und meine Liste noch länger wird, die mein Herr abarbeiten muss. Ich hoffe, dass der Tag morgen besser wird. Es muss einfach besser werden.
Sonntag, 3. Mai 2009
Heute Morgen war mir wieder einmal mehr bewusst, warum ich es liebe, neben meinen Herrn aufwachen zu dürfen. Ich liebe es, ihn dabei zu beobachten, wie er schläft, zu sehen, wie er langsam wach wird. Okay, wenn der Kaffee fehlt, dann wird aus der morgendlichen Harmonie ein teuflischer Spießrutenlauf- sobald mein Herr dann richtig wach geworden ist.
Aber heute war er mehr als zufrieden mit mir, sodass mir Christian einen kleinen Wunsch erfüllte. Zunächst verband er mir die Augen, legte mir Hand- und Fußfesseln an und ließ mich erstmal ein wenig auf meiner Decke warten. Die Ungeduld stieg immer mehr in mir an. Und als ich es fast nicht mehr aushielt, spürte ich, wie mein Herr mich aufstehen ließ und in einen anderen Raum führte. Dann befestigte er Glöckchen an meinen Brüsten und ließ mich auf allen Vieren durch die Wohnung seinen Schritten folgen. Das Gemeine ist, dass mein Herr keinen Ton von den Glöckchen hören will, wenn ich mich bewege. Nachdem er mich ein paar Bahnen hin und her laufen ließ, hatte ich ganz und gar die Orientierung verloren.
Und dann kam das, worauf ich mich am meisten gefreut habe: Christian hatte einen neuen Pranger bestellt und ich durfte ihn Probeliegen. Diese Ausführung hatte zusätzliche Polster und war ideal für lang ausdauernde Spiele. Sowohl die Hände und Füße, als auch der Kopf lassen sich einzeln fixieren. Dann hat Christian mich meine Lieblingspeitsche spüren lassen, sodass es nicht mehr perfekter hätte werden können. Ich genieße solche Momente ungemein, wenn mich Christian spüren lässt, dass ich mir eine Belohnung verdient habe.
Danach war ich dran, meinen Herrn verwöhnen zu dürfen, was ich auch mit dem allergrößten Vergnügen und Genuss erledigte. Jetzt muss ich nur noch das Bad aufräumen und die Böden wischen.
Montag, 27. April 2009
Christian hatte heute einen freien Tag und ich musste auch nur kurz eine Schicht im Café schieben. Nach der Arbeit hat mich mein Herr abgeholt. So kann er sicher sein, dass ich keinen Umweg mache, wenn ich nach Hause gehe. Aber selbst wenn ich mal einen freien Tag habe, heißt es nicht, dass ich mich ausruhenund rumliegen darf. Im Gegenteil: Christian sucht für solche Tage immer Aufgaben aus, die besonders gemein sind. Solche, die man immer ein halbes Jahr aufschiebt, um sie dann auf den letzten Drücker zu machen.
Heute hat mich mein Herr auf den Dachboden eingeschlossen, mit einem Besen, Eimer, und Lappen.
Vorab gibt mir Christian eine Zeit, wann ich fertig zu sein habe. So habe ich nun den Dachboden in meinem Harness aufgeräumt und bin gerade so fertig geworden, bevor mein Herr seinen Kontrollgang macht. Es ist ein ziemlich erregendes Gefühl, zu wissen, dass ich nicht raus kann, bevor ich aufgeräumt habe. Und noch erregender ist zu wissen, dass ich es unsanft zu spüren bekomme, wenn ich es nicht zu seiner Zufriedenheit erledige. Und genau dieser Druck und die begrenzte Zeit ist, was mir diesen angenehmen Reiz verspricht.
Da Christian mir keine Uhr mit rein gibt, weiß ich nie, wie viel Zeit ich denn eigentlich noch habe. Aber immer wenn ich Schritte auf der Treppe höre, schlägt mein Herz gleich noch mal so schnell, weil ich denke, dass mein Herr schon kommt, obwohl ich vielleicht noch gar nicht fertig bin. Manchmal geht mein Herr mit Absicht die Treppe rauf und runter, damit ich noch mehr unter Stress gerate.
Heute war er mit meiner Leistung sehr zufrieden. Zur Belohnung hat mich ein Herr am Abend zum Essen ausgeführt. Ich durfte sogar meine schwarze Korsage tragen. Mein Herr entscheidet immer, was ich tragen darf. Und wenn es ihm zu aufreizend ist, darf ich sie nicht anziehen. Genauso geht es mir mit dem Schminken. Für gewöhnlich darf ich mich nicht schminken. Nur ganz selten und wenn ich meinen Herrn darum bitte, ob ich etwas Make up tragen darf, erlaubt Christian es mir.
Im Restaurant spürte ich die Blicke der anderen Männer und mich macht das irgendwie stolz. Denn ich weiß, dass alles das nur meinem Herrn gehört.
Es war ein wunderschöner Tag und ich freue mich, gleich mit meinem Herrn zusammen einschlafen zu dürfen.
Mittwoch, 22. April 2009
Langsam scheint der Frühling sich durchzusetzen. Es ist einfach herrlich, wenn die Sonnenstrahlen schon den Raum durchfluten. Mein Herr hat heute von zu Hause aus gearbeitet. Das macht er häufiger mal. Dann hat er einen Blick auf mich und ich liebe es einfach, wenn ich weiß, dass ich unter permanenter Kontrolle stehe.
Auch dann gelten für mich strenge Regeln. Am Vorabend legt mein Herr fest, wann er geweckt werden möchte. Und das tu ich dann auch. Danach habe ich ihm seinen Kaffee gemacht. Mit Frühstück kann ich ihn nicht überraschen, da die Schränke abgeschlossen sind. Das heißt, ich bitte meinen Herrn immer, dass er sie aufschließt und dann erbitte ich die Erlaubnis, auch an die Schränke zu dürfen.
Danach bin ich zur Vorlesung und anschließend direkt zur Schicht ins Café gefahren. Eigentlich war ich nicht überrascht, dass mich Christian nach der Schicht abgeholt hat. Als wir wieder heim waren, habe ich Essen gemacht und mich um meinen Putzplan gekümmert.
Am frühen Abend sind wir noch spazieren gegangen und haben uns unterwegs eine Pizza mitgenommen. Da die Sonne noch immer schien und es warm war, haben wir uns in den Park gesessen und gegessen. Ich mag solche spontanen Aktionen. Ich muss heute um 22Uhr im Bett sein, weil ich morgen früh eine Vorlesung habe. Ich genieße auch diese Art der Kontrolle, sie zeigt mir, dass ich auch über diesen Teil meines Lebens keine Verfügungsgewalt mehr habe. Ich liebe das.
Dienstag, 14. April 2009
Mein Herr hat mir heute eine wunderschöne nachträgliche Osterüberraschung gemacht: Wir haben Fotos gemacht. Ich mag es unheimlich, wenn er Fotos von mir macht. Wir haben verschiedene Outfits probiert und diverse Spielsachen in die Fotosession eingebunden. Es hat einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht. Das sind so die kleinen Belohnungen, die mein Herr mir gönnt, wenn ich funktioniert habe.
Am Nachmittag sind wir zu meinen Eltern gefahren. Christian hatte mir schon vor der Tür gesagt, wann wir wieder gehen würden. Manchmal geht Christian auch schon früher oder bleibt noch ein wenig länger. Ich muss mich dann immer danach richten, wann er los will. Auch das bereitet mir immer wieder ein Kribbeln. Auch bei meinen Eltern warte ich, bis Christian angefangen hat zu essen. Gedanklich danke ich ihm für diese Erlaubnis, die er nicht ausspricht, schaue ihm tief in die Augen und fange erst dann an, wenn er ihn erwidert. Manchmal schlage ich auch über die Strenge, wenn ich zu sehr am rumalbern bin. Dann verhalte ich mich meinen Herrn gegenüber nicht respektvoll genug. Manchmal erkenne ich es an einem Blick von Christian. Nur heute habe ich es wieder nicht gemerkt. Meistens bin ich mit dem Gefühl nicht funktioniert zu haben mehr gestraft als mit den Konsequenzen, die ich danach von Christian erhalte.
Am Abend wollten wir noch spazieren gehen, aber Christian entschied sich aufgrund meines respektlosen Verhaltens dazu, mich heim zu lassen. Ja, auch so was muss ich mir verdienen
