Sonntag, 12. April 2009
Über Ostern haben mein Herr und ich ein paar wunderschöne Tage verbracht. Wir konnten endlich mal wieder richtig ausschlafen und das heißt dann bei mir, dass ich spätestens um neun wach bin. Immerhin kann ich so meinen Herrn mit frisch duftenden Kaffee wecken. Wir genossen ausgiebig unser leckeres Frühstück und unterhielten uns über die verschiedensten Dinge.
Ich liebe es, zu seinen Füßen zu sitzen und meine Mahlzeit auf den Boden einzunehmen. Das zeigt mir meinen Status und ich genieße dieses Machtgefälle einfach unheimlich.
Heute hat sich Christian vorgenommen, meine Kommandos auszutesten. Ich habe für verschiedene Handlungen auch verschiedene Anweisungen, die sich hinter einem Kommando verbergen. So muss ich zum Beispiel bei dem Kommando „Platz" auf meine Decke im Schlafzimmer und muss mich dort hinlegen. Meistens sagt es mein Herr dann, wenn er gerade Ruhe vor mir oder auch so haben will. Ein anderes Kommando ist zum Beispiel „Bei". Wenn er das sagt, komme ich so schnell wie möglich an seine linke Seite und warte, bis er losgeht, damit ich ihm folgen kann.
Allerdings war ich heute sehr unkonzentriert, sodass mein Herr mich wieder auf dem Tisch fixieren musste und mich zunächst das Paddle spüren ließ. Anschließend ging er kurz raus und dann kam er mit etwas zurück, dass ich schon längere Zeit verdrängt hatte. Doch als ich die Brennnessel auf der Innenseite meines Oberschenkels spürte, kam die Erinnerung schmerzhaft zurück. Gott sei Dank gingen mir die restlichen Kommandos besser von der Hand, sodass mein Herr nicht dazu greifen musste, sie mich auch noch an anderen Stellen spüren zu lassen. Viele würden das vielleicht erniedrigend finden, aber für mich macht es das gewisse Etwas aus, was mir zeigt, in welchen Formen man funktionieren kann.
Aber zur Anschauung ließ er sie noch ein wenig in einem Glas mit Wasser auf dem Schrank stehen, sodass ich gleich noch einen Anreiz mehr hatte, zu funktionieren.
Am frühen Abend sind wir noch mal in die Stadt gefahren und haben die Menschen beobachtet, die gestresst durch die Straße gelaufen sind. Ich liebe diese Ruhe und Harmonie, die wir uns geschaffen haben und ich würde sie gegen kein Geld der Welt eintauschen wollen.
Mittwoch, 8. April 2009
Es scheint, als wollte der Frühling jetzt richtig heraus kommen und sogar bleiben. Es war ja auch lange genug grau. Und irgendwie beginnt der Tag viel schöner, wenn man mit Vogelgezwitscher aufwacht. Das kann nur noch gesteigert werden, wenn ich neben meinem Herrn aufwachen darf. Denn es ist nicht selbstverständlich, neben meinem Herrn einschlafen zu dürfen.
Allerdings hatte mein Herr heute wieder vor, mein Strafbuch abzuarbeiten. Meistens lässt er mich den Küchentisch dafür schon selbst abräumen, sodass ich weiß, was als nächstes folgt.
Heute war ich kurz davor, mein Safeword zu benutzen. Aber wie soll man seine eigenen Grenzen erkunden, wenn man vorher abbricht, ohne, dass eine Grenze ernsthaft erreicht ist.
Wenn ich anschließend so fixiert über den Tisch liege und die „Streicheleinheiten" bekommen habe, schalte ich das erste Mal wirklich ab und komme runter. Die letzte Zeit war stressig und vieles ist auf der Strecke geblieben, aber ich weiß, dass auch wieder andere Zeiten kommen werden.
Samstag, 4. April 2009
Die letzte Nacht konnten wir beide nicht wirklich schlafen, sodass wir uns spontan um zwei in der Früh angezogen haben und wieder an den See gegangen sind. Heute war der Mond nicht zu sehen, aber das war egal. Ich genoss einfach die Zeit mit Christian.
Aber ich hatte heute so eine innere Unruhe und war wahrscheinlich ein klein wenig anstrengend für meinen Herrn. Wenn Christian mich so erlebt und es die Situation erlaubt, hat er da schon seine eigenen Mittel und Wege. Zunächst verbindet er mir die Augen und setzt Ohropax in meine Ohren. Wenn ich so von äußeren Reizen und Wahrnehmungen abgeschottet bin, höre ich automatisch in mich rein und nehme besonders intensiv wahr, wie ich atme.
Dadurch werde ich schon von ganz alleine ruhiger. Anschließend werde ich so fixiert, dass ich zum einen bewegungsunfähig bin und zum anderen mein Brustkorb angenehm beengt ist. So bin ich gezwungen, gegen einen leichten äußeren Widerstand zu atmen. Dabei fange ich ganz unbewusst an, viel intensiver und tiefer zu atmen.
In solchen Momenten vergesse ich auch Raum und Zeit. Ab und an kommt mein Herr ins Zimmer und ich spüre seine Hand auf meinen Körper. Sofort rast mein Herz und ich frage mich, ob er jetzt noch irgendwas Unerwartetes macht. Meistens geht er dann einfach wortlos wieder raus und ich finde diese innere Ruhe wieder. Manchmal hält er mir aber auch mit einem Mal den Mund und die Nase zu und nimmt mir die Entscheidung, selbstständig über meine Atmung zu entscheiden. Für mich eine besondere Art der Kontrolle. Christian hat schon lange das optimale Maß gefunden, wie es für ihn und für mich spannend ist.
Am späten Nachmittag sind wir noch mal durch die Stadt gegangen und haben uns lange unterhalten. Ich genieße jede einzelne Sekunde mit ihm und weiß, dass es nichts über dem gibt, was wir hier zwischen uns haben. Ich bin mehr als dankbar für diese Chance, die uns da geboten wird.
Donnerstag, 2. April 2009
Heute Morgen bin ich extra früh aufgestanden, um für meinen Herrn ein üppiges Frühstück zu machen. Eine große Portion Rührei darf dabei natürlich nicht fehlen.
Als Christian aufgestanden ist, goss ich ihm seinen Kaffee ein, sah den zufriedenen Ausdruck in seinen Augen und zog mich zurück, um meinen Herrn die Zeit zu geben, die er zum munter werden braucht. Anschließend haben wir ausgiebig gefrühstückt. Ich liebe es, neben meinem Herrn zu knien und mein Essen auf den Boden zu mir nehmen zu dürfen. Es spiegelt klar und deutlich unsere Machtverhältnisse wider.
Heute war der erste wirklich frühlingshafte Tag und Christian und ich genossen den ersten Frühlingsspaziergang am See. Der Frühling hat schon was Wunderbares. Jede Pflanze und jedes Tier scheint die Chance auf einen zu haben. Genauso wie wir. Irgendwie riecht alles anders. Scheinbar neu und frisch. Den Rest des Tages habe ich wieder über Büchern verbracht und meine Aufgaben im Haushalt erledigt.
Montag, 30. März 2009
Heute Morgen beim Frühstück hat mein Herr mir gesagt, dass er will, dass ich etwas zunehme und da mein Herr über das Aussehen meines Körpers entscheiden kann, werde ich mich auch daran halten. Zumal es mir gar nicht schwer fällt, weil ich einfach unheimlich gern esse. Und jetzt begrüßt es mein Herr sogar. Zwar muss ich weiterhin fragen, ob ich etwas essen darf, aber Christian sieht es nur allzu gern, wenn ich zu den fettigeren oder zuckerhaltigen Sachen greife.
Und um heute schon mal gut vorzulegen, habe ich einfach mal so eine ganze Packung Schaumküsse weggeputzt. Und Waffeln mit Schokolade. Na ja, halt alles was ich gerade gefunden habe :o)
Christian sieht es mit Freude, wenn ich mich so an Anweisungen halte, erst recht, wenn sie mir so viel Spaß machen.
In der Uni stehen bald wieder Prüfungen an und darum muss ich mich auch wieder an die Unterlagen setzen. Schließlich will ich meinen Herrn mit guten Leistungen zufrieden stellen. Ich mag es, wenn er stolz auf meinen Ehrgeiz und die daraus entstehenden Ergebnisse ist. Ich genieße es unheimlich, dass Christian meinen beruflichen Werdegang mit begleitet. Schließlich geht es um unsere Zukunft und wir werden einen langen Weg zusammen gehen.
