Sonntag, 14. März 2010
So, da ich nun endlich wieder Zugang zum Internet habe, kann ich auch meine handschriftlichen Notizen wieder in geschriebene Form bringen und mein Tagebuch wieder vervollständigen.
Die letze Zeit war sehr ruhig und wir haben uns verstärkt auf die Renovierung unserer Wohnung konzentriert…daher auch die internetfreie Zeit. Mein Herr Hat mir einen großen Wunsch erfüllt und hat ein Zimmer eigens für mich eingerichtet, sodass er mich dort einsperren kann und ich trotzdem für die Uni arbeiten kann. Das heißt, ab diesem Tag musste ich umdenken und meine Freiheiten umstrukturieren. Wenn ich mit meinen Aufgaben fertig bin, habe ich in mein Zimmer zu gehen und wenn mein Herr es mir erlaubt, dann holt er mich raus und ich darf zum Beispiel mit ihm spazieren gehen.
Auch ist es nicht mehr selbstverständlich, dass ich neben meinem Herrn einschlafen darf. Wenn ich Mist baue, kann es auch sein, dass ich auf der Schlafcouch in meinem Zimmer schlafen muss. Ich genieße diese Macht, die er über mich hat und es ist für mich ein weiterer Anreiz, so zu funktionieren, dass mein Herr zufrieden mit mir ist. Das Zimmer darf ich nach meinem Belieben einrichten… Mein Herr sagt, dass ich dort viele Stunden verbringen werde- ich nehme an, dass er auf die Prüfungszeit anspielt ;-)
Nun ja, wir werden sehen.
Sonntag, 28. Februar 2010
So, nach langem Urlaub und leider auch gesundheitlicher Pause, melde ich mich zurück in die Welt der Lebenden. Der Start ins Jahr hat bei mir sehr turbulent begonnen, sodass mir die Zeit und der Kopf gefehlt haben, neue Tagebucheinträge einzustellen. Und eh man sich versieht, sind schon wieder zwei Monate rum.
In solchen Zeiten müssen wir auch als Paar unser BDSM ein wenig zurückstecken. Aber in solchen Tagen weiß man, warum eine Neigung nicht ohne das menschliche Fundament bestehen kann. Natürlich bleiben auch in solchen Zeiten die Grundregeln bestehen. Mein Her r steht weiterhin im Mittelpunkt und wird entsprechend umsorgt. Ich melde mich weiterhin per sms regelmäßig ab und an, wenn ich unterwegs bin. All solche Kleinigkeiten führen mir immer wieder vor Augen, wo meine Stellung ist.
Manchmal werde ich gefragt, ob wir 24/7 leben. Und ich denke ja. Sei es die Hausarbeit, die bis zum Heimkommen fertig sein muss, oder der Kaffee, der für Christian bereitsteht. Die Kontrollanrufe und das Gefühl, dass das harmonische Rumalbern in Sekunden in das prickelnde Machtgefälle zwischen Herrn und Sklavin umschlägt. Und wenn man es aus der Position heraus betrachtet ist die Neigung mein Leben- 24 Stunden lang am Tag.
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Schon wieder ist ein Jahr fast rum und man denkt darüber nach, was man alles geschafft hat und was man solange herausgeschoben hat, dass es immernoch liegt. Meiner Meinung nach ist das Jahr rasend schnell vorbei gegangen. Ich habe viele wundervolle Momente genießen dürfen. Habe vieles Neues kennenlernen dürfen und mich selbst ein Stück besser verstehen gelernt.
Meistens werde ich zu Silvester immer trübseelig und niedergeschlagen, aber wenn man mal bedenkt, was mein Herr und ich im letzten Jahr alles geschafft haben, dann gibt es gar keinen Anlass niedergeschlagen zu sein. Ich habe gelernt, an meine Grenzen zu gehen und darüber hinaus. Ich habe Dinge gesehen, die mich fasziniert haben. Und ich habe Menschen kennengelernt, die mir wieder bewusst vor die Augen geführt haben, warum ich froh sein kann, einen solchen tollen Menschen, wie meinen Herrn um mich zu haben.
Ich freue mich auf heute Abend, denn wir sind zu einer wundervollen Fetisch-Party eingeladen und ich bin schon ganz aufgeregt. Mein Herr ist unglaublich großzügig zu mir gewesen und hat mir einen riesigen Wunsch erfüllt. Ich habe ein maßgeschneidertes Latexkleid bekommen, was ich heute Abend zum ersten Mal tragen werde. Ich bin mal gespannt, wie es aussieht. Natürlich habe ich es schon einige Male zur Probe getragen. Aber es ist natürlich nochmal etwas anderes, ob man das in Talkum gepuderte Kleid an hat, oder dann das glänzende. Nachher kommt der entscheidene Augenblick :-)
Und euch wünsche ich einen guten Rutsch und feuchtfröhliche Feierlaune ;-)
Sonntag, 20. Dezember 2009
Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich es absolut unbegreiflich finde, in welchen Stress sich Menschen freiwillig begeben kurz vor Weihnachten? Sie hetzten wild durch die Straßen, beklagen sich über das Geld, was immer weniger wird. Wissen nicht, was sie sich noch gegenseitig schenken können, weil sie eigentlich schon Alles haben.
Ich zieh mich aus dem Stress ganz einfach zurück. Wir beschenken uns nicht gegenseitig und gehen lieber in Ruhe einen Kaffee trinken, wenn alle anderen abgehtzt durch die Straßen laufen.
Ich werde jetzt über Weihnachten zu meinen Eltern fahren und werde darum erstmal Pause zwischen Weihnachten und Silvester machen.
Also seid schön brav, wenn ihr keine Rute wollt. Oder macht das Gegenteil-dann klappt es bestimmt mit der Bescherung ;-)
Bis dahin: Frohe Weihnachten
Sonntag, 13. Dezember 2009
Heute war ein sehr spannender Tag. Nach der kurzen Schicht im Café hat mein Herr mich aufgefordert, mich umzuziehen und im Auto auf ihn zu warten. Ich tat, was er mir befohlen hatte und wartete mit einem Herz,was bis zum Hals schlug und Fingerspitzen, die nervös über meine Hose tänzelten.
Er fuhr mit mir auf einen Hof, auf dem eine kleine Halle stand und verband mir die Augen.
Er führte mich durch einige Türen und mein Herz schien immer schneller zu schlagen.
Dann fing jemand an, das erste Seil um mich zu legen...
Zunächst nur meine Hände: straff aber bestimmend zusammengeknotet. Dann der Brustkorb. Die Seile verschafften mir eine angenheme Enge und Schwere beim Atmen, die mir bewies, dass ich hier nicht raus komme. Aber das wollte ich auch gar nicht. Ich liebe dieses Gefühl, wehrlos zu sein. Jeder einzelne Knoten ist mit einer Präzision gemacht, dass es der Perfektion gleicht. Immer mehr wurde mir die Möglichkeit der Bewegung genommen und ich genoss es. Von Zeit zu Zeit wanderten Hände sanft über meine Schultern, die mir ein Gefühl von Sicherheit versprachen.
Ich verlor das Gefühl von Zeit und Raum, aber ich wusste, als die Seile sich langsam wieder lösten und ich meine Lunge mit so viel Luft füllte, wie sie aufnehmen konnte, dass nichts diese wunderbare Ruhe und Stille in mir zerstören könnte.
Für den Rest des Abends musste mein Herr mein Grinsen auf den Lippen einfach hinnehmen :-)
