Sonntag, 11. April 2010
Oh man, wenn ich einmal Pech habe, dann aber richtig. In letzter Zeit misslingt mir jedes Essen und dabei kann ich noch nicht mal sagen, warum. Noch nicht mal die Nudeln gelingen mir zurzeit, denn aus einem unbekannten Grund schmecken sie auf einmal nach Plastik.
Du Soße schmeckt nach gar nichts und dieses Gar- Nichts schmeckt zusätzlich auch noch schlecht. Und selbst das Fleisch ist halb roh. Ohje, ich hasse solche Pechtage. Die entsprechenden Konsequenzen hat mich mein Herr auch spüren lassen. Ja, das habe ich halt davon, wenn ich mich nicht genug konzentriere.
Mein Kater hat es sich auf meinem Schreibtisch gemütlich gemacht und bettelt nach seinen täglichen Streicheleinheiten-dann will ich mal meinem Zweitdom gerecht werden ;-)
Mittwoch, 07. März 2010
Heute habe ich mal wieder Mist gebaut und die grüne Bestrafungsdecke liegt immer noch auf dem Küchentisch. Ich hasse es, wenn mein Herr mit der Ausführung der Strafe so lange wartet, bis er es für richtig hält. Ich bin dann einfach immer froh, wenn ich es hinter mi habe und die Luft wieder rein ist.
Mein Herr hatte gerade im Arbeitszimmer gearbeitet, als ich in der Küche abgetrocknet hatte. Dann kam, was kommen musste und der teure Porzellanteller glitt aus meiner Hand, direkt auf meinen Zeh und zerbrach dann auf den Boden.
Ich war so enttäuscht von meiner Ungeschicktheit, dass ich mich am liebsten selbst bestraft hätte. Aber das brauchte ich nicht, denn mein Herr hat diesen Part übernommen. Ich merke, wie in letzter Zeit die Schläge härter und intensiver werden. Mein Herr will meine Grenzen auf ein Neues herausfordern und wenn möglich überschreiten. Meistens bin ich dann selbst überrascht, dass meine Grenzen eigentlich zu eng gesteckt sind und ich um einiges mehr ertrage, als ich mir eigentlich eingestehen möchte.
Nun ja, auch dieses Mal hat er mir das bewiesen. Jetzt wo ich hier sitze erinnert mich nur noch das angenehme Kribbeln beim Sitzen und der blaue Fleck unter meinen Nagel am großen Zeh an den Teller, der zu Bruch gegangen ist ;-)
Montag, 29. März 2010
Gestern sind mein Herr und ich von einem wundervollen Wochenende zurückgekommen aus der Eifel. Oft merkt man, das der eigene BDSM im Alltag unter geht. Solche Wochenenden entfachen liegengebliebene Neigungen wieder von Neuem.
Wir haben uns dort ein schickes Hotel genommen und unser unscheinbarer silberner Koffer kam mehr als nur einmal zum Einsatz.
Faszinierend, dass man in einem anderen Umfeld anders spielt als daheim. Anschließend haben wir uns ein entspannendes Bad gegönnt und sind danach im nahegelegenen Wald gefahren, wo wir erneut Fantasien Leben eingehaucht haben. Die Natur bietet da so viele Möglichkeiten. Okay, hier und da kratzt es ein wenig, aber es gibt Schlimmeres. ;-)
Freitag, 19. märz 2010
Heute sind wir gerade von einem guten Bekannten wiedergekommen. Ich genieße die Tage, wo man mal aus der Wohnung „ausbrechen“ kann. Diesen Bekannten haben wir lange schon nicht mehr gesehen. Es handelt sich dabei um ein Pärchen, was ihren BDSM auch in den eigenen vier Wänden auslebt.
Es ist spannend zu sehen, in wie weit andere ihre Neigung in den Alltag integrieren und wo sie auf Grenzen stoßen. Das besagte Pärchen lebt momentan noch in einer Fernbeziehung. Und gerade das fordert von beiden starke Disziplin. Denn die Freude auf das Wiedersehen und das Beisammensein lässt häufig die Konsequenz auf der Strecke bleiben. Man sieht über kleine Fehler hinweg und entsprechende Konsequenzen bleiben häufig aus.
Außerdem ist es sehr interessant, wenn man die selbstgebastelten „Spielsachen“ und Kreationen sieht. Ich stelle immer wieder fest, dass das Erfindungsreichtum im BDSM- Bereich scheinbar keine Grenzen kennt.
Auf der Rückfahrt hatte ich einen perfekten Moment. Ich weiß nicht, ob ihr das auch manchmal habt. Aber ab und zu stimmt einfach alles. Wir waren gerade auf einer Landstraße und vor sowie hinter uns war kein einziges Auto. Die Sonne schien ins Auto, sodass ich einfach nicht anders konnte, als stehen zu bleiben und diesem Moment mit meinem Herrn voll auszukosten.
Sonntag, 14. März 2010
So, da ich nun endlich wieder Zugang zum Internet habe, kann ich auch meine handschriftlichen Notizen wieder in geschriebene Form bringen und mein Tagebuch wieder vervollständigen.
Die letze Zeit war sehr ruhig und wir haben uns verstärkt auf die Renovierung unserer Wohnung konzentriert…daher auch die internetfreie Zeit. Mein Herr Hat mir einen großen Wunsch erfüllt und hat ein Zimmer eigens für mich eingerichtet, sodass er mich dort einsperren kann und ich trotzdem für die Uni arbeiten kann. Das heißt, ab diesem Tag musste ich umdenken und meine Freiheiten umstrukturieren. Wenn ich mit meinen Aufgaben fertig bin, habe ich in mein Zimmer zu gehen und wenn mein Herr es mir erlaubt, dann holt er mich raus und ich darf zum Beispiel mit ihm spazieren gehen.
Auch ist es nicht mehr selbstverständlich, dass ich neben meinem Herrn einschlafen darf. Wenn ich Mist baue, kann es auch sein, dass ich auf der Schlafcouch in meinem Zimmer schlafen muss. Ich genieße diese Macht, die er über mich hat und es ist für mich ein weiterer Anreiz, so zu funktionieren, dass mein Herr zufrieden mit mir ist. Das Zimmer darf ich nach meinem Belieben einrichten… Mein Herr sagt, dass ich dort viele Stunden verbringen werde- ich nehme an, dass er auf die Prüfungszeit anspielt ;-)
Nun ja, wir werden sehen.
