Sonntag, 25. Oktober 2009
Mein Herr hat mir heute eine riesige Überraschung gemacht. Von Zeit zu Zeit haben wir mit einer anderen Sub gespielt, bei der mir immer häufiger aufgefallen ist, dass es ganz schön prickelnd sein kann, auch mal eine Ohrfeige auszuteilen. Darum erlaubt mir Christain, eine eigene weibliche Sub zu haben. Aus diesem Grund bin ich immer häufiger in verschiedenen Foren unterwegs und sehe mir dort einige Beiträge und Mitglieder an. Ich genieße diesen ungebundenen Wortwechsel, wobei ich keinen Hehl daraus mache, worauf ich hinausziele, eine Sub für mich oder eine Zweitsub für meinen Herrn und mich zu finden.
Aus diesem und noch einen anderen Grund habe ich mir eigens dafür eine e-mail Kontaktadresse angelegt( katacat[at]gmx.net ). Außerdem würde ich auch sehr gerne lesen würde, was ihr so von meinem Tagebuch haltet und wer es liest. Einfach mal die Menschen hinter den Pc-Bildschirm kennenlernen. Gerne auch Verbesserungsvorschläge, denn produktive Kritik kann mich ja nur weiterbringen ;o)
Jetzt bin ich gespannt, was die Zukunft so bringt und welche Menschen so in mein Leben treten.
Mittwoch, 21. Oktober 2009
Heute haben mein Herr und ich ein altes, aber fast vergessenes Ritual wieder ins Leben zurück geholt...
Schon seit meinem ersten Tag hier war mir ein antiker Schrank aus der Gründerzeit nur allzu vertraut. Unten nur mit einem Brett ausgekleidet befand sich darin eigentlich nichts. Außer wenn mein Herr für einige Zeit außer Haus wollte. Dann sperrte er mich darin ein. Er sagte, damit ich nicht auf dumme Gedanken käme. Ich aber wusste, dass ihm genau bewusst war, wie sehr mir diese Macht von ihm, mich einzusperren ein Kribbeln bereitet. Von außen ist der Schrank mit einem Schloss versehen und im Schrank sind diverse Haken angebracht, an denen er mich zusätzlich fixieren kann, wenn es ihm danach ist.
Jetzt hat mein Herr wieder die Regel aufgestellt, dass ich mich, bevor er duschen oder aus dem Haus geht, vor den Schrank entsprechened platziere, damit er mich darin einsperren kann. Ich genieße solche Rituale unheimlich, denn sie geben mir die Sicherheit, ohne die ich mittlerweile schon gar nicht mehr kann.
Außerdem wollen wir ausprobieren, ob es mir gelingt, nur zu sprechen, wenn Christian mich direkt anspricht, oder er mich etwas fragt. Ansonsten darf ich nur sprechen, wenn ich um Erlaubnis gebeten habe. Ehrlich gesagt ist es unheimlich schwer und es gelingt mir mehr schlecht als recht, aber ich werde mich anstrengen auch auf dieser Bahn zu funktionieren.
Freitag, 16. Oktober 2009
Heute habe ich etwas sehr Unüberlegtes gemacht...Eigentlich war es überlegt und ich wusste, was die Konsequenzen sein würden, aber dennoch muss ich zugeben, dass es hin und wieder ein paar Momente gibt, in denen die Verlockung so groß ist und ich versuche, auszutesten.
Ich habe einen Augenblick überlegt, ob ich meinen Herrn frage, ob ich den Fernseher anschalten darf-aber da uns der Alltag in letzter Zeit wieder so überrannt hatte, dass unser BDSM zurückstecken musste, war ich so gierig und auch neugierig, wie mein Kopf darauf reagiert, wenn ich bewusst einen Fehler einbaue.
Bisher habe ich sowas noch nie gemacht. Einfach weil ich gar nicht anders kann. Funktionieren zu müssen liegt einfach in mir. Nun gut, es dauerte auch nicht lange, bis Christian reagierte. Er legte mir das schwere Halseisen aus Metall an und kettete mich an die Wandhalterung neben meiner Decke. Auch mit den darauf folgenden körperlichen Konsequenzen habe ich gerechnet. Und auch das Fernsehverbot kam nicht unerwartet.
Was allerdings ungewöhnlich war, war wie mein Kopf begann, darüber zu arbeiten. Da war nicht dieses Kribbeln, wenn ich tatsächlich einen Fehler gemacht habe. Nicht die Ungewissheit, was passieren würde. Und vor allem nicht dieses erdrückende Gefühl, von mir selbst enttäuscht zu sein.
In den folgenden Stunden auf der Decke ist mir eines nochmal klar bewusst geworden: ich gehöre nicht zu den Subs, die ihren Herrn absichtlich provozieren, damit sie eine Strafe erhalten, weil sie vielleicht einen gewissen Entzug verspüren. Im Gegenteil- bei mir macht sich dann eine unangenehme Bedeutungslosigkeit breit. Kein Funken von diesem anregenden Gefühl, mich zu verbessern, oder die Bemühungen, meinen Herrn auf anderen Weg zu zeigen, dass ich es wert bin.
Daran habe ich wieder einmal gemerkt, wie kostbar eigentlich die Neigung ist, die man in sich trägt. Sie macht einen vollkommen. Und wie dankbar ich sein kann, sie mit meinem Herrn leben zu dürfen.
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Heute hatten mein Herr und ich ein langes Gespräch, wie wir unseren BDSM wieder mehr in den Alltag einfließen lassen können. Denn umso eingefahren man in seinem Alltag ist, desto schneller läuft man Gefahr, dass die Neigung ungewollt zu kurz kommt.
Also haben wir am Beginn des Tages angefangen und unser Ritual ausgeweitet, wenn ich täglich mein Halsband angelegt bekomme, Und nur mal so viel an dieser Stelle: noch heute bekomme ich Gänsehaut, wenn sich das kalte Metall an meinen Hals schmiegt und bei dem Knacken des Schlosses. Auch trage ich jetzt wieder täglich meine Overknees- nicht nur weil Christian dieser Anblick gefällt, sondern auch, damit ich ein gutes Bild auf den kommenden Parties abgebe. Denn es gibt nichts Schlimmeres als eine Frau in hohen Schuhen, die darin nicht laufen kann.
Des Weiteren habe ich jetzt ein paar neue Plätze in der Wohnung bekommen, wo mein Herr mich nach Belieben hinschicken kann, oder ich meinen Rückzug habe.
Der Platz vor der Wandhalterung gefällt mir besonders. Aber auch der unterm Tisch hat so seinen Reiz.
Jetzt muss ich noch schnell Wäsche aufhängen gehen, schließlich will ich meinen Herrn nicht verärgern.
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Irgendwie finde ich meine Lieblingspeitsche nicht mehr. Ich denke mal, mein Herr hat sich sicher nicht die Mühe gemacht, sie zu verstecken, also muss ich sie wohl verlegt haben. Allerdings ist es bei dieser Peitsche wirklich ärgerlich, denn für mich ist sie ideal. Die Riemen sind so, dass sie nur bei derberen Gebrauch entsprechenede Spuren hinterlässt für den leidenschaftlichen Spaß variiert sie zwischen Streicheleinheiten und sinnlichen Schmerz.
Mein Herr hat mir eine Galgenfrist bis zum Wochenende gegeben. Danach wird er wohl zum Rohstock greifen. Und da meine Peitsche nun mal um einiges angenehmer ist, werde ich Himmel und Hölle in Bewegung setzten, dass ich lieber sie, als den Weidenstock auf meinem Hintern spüren kann...Zumal jeder Tag, an dem ich sie nicht finde, die Chance verstreicht, dass mein Herr mir diese Belohnung zu teil werden lässt...Also weniger schreiben und mehr suchen. :o)
